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Marcin Waryas wagt den Schritt zurück in Liga drei E-Mail
Geschrieben von: tageblatt.de   
Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 07:21 Uhr

Marcin Waryas (28) kam im Sommer 2008 aus Schottland und heuert mittlerweile beim dritten Verein in Deutschland an. Nach Fredenbeck spielte er in Bützfleth/Drochtersen - jetzt in Beckdorf.Foto Berlin (Archiv)
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Marcin Waryas (28) kam im Sommer 2008 aus Schottland und heuert mittlerweile beim dritten Verein in Deutschland an. Nach Fredenbeck spielte er in Bützfleth/Drochtersen - jetzt in Beckdorf.Foto Berlin (Archiv)
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Der Pole wechselt von der HSG Bützfleth/Drochtersen zum SV Beckdorf

Der polnische Handballer Marcin Waryas (28) wechselt in der Winterpause vom Oberligisten HSG Bützfleth/Drochtersen zum SV Beckdorf in die Dritte Liga Nord. Nach einem halben Jahr hat die dritte Liga Waryas damit wieder. Bis zum Ende der vergangenen Saison stand der Spielmacher beim VfL Fredenbeck unter Vertrag.
Waryas hat beim SV Beckdorf einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben. Dabei haben Verein und Spieler eine Option auf eine längere Verpflichtung. Beckdorf steckt in der Dritten Liga Nord im Abstiegskampf. "Vielleicht zeichnet sich in den nächsten zwei bis drei Monaten ab, wohin die Reise geht", sagt Beckdorfs Trainer Uwe Inderthal.
Für Inderthal ist die Verpflichtung des Polen ein Glücksfall. Der Verein war bereits einige Wochen auf der Suche nach einem neuen Rückraumspieler. Nachdem der Europäische Handballverband den Letten in Diensten des SV Beckdorf, Maris Versakovs, für ein halbes Jahr gesperrt hatte und der Einspruch gegen die Sperre vom Verband noch nicht endgültig behandelt wurde, habe der SV Beckdorf die Suche noch intensiviert. "Marcin ist hoffentlich der Mittelmann, nach dem wir schon lange gesucht haben", sagt Inderthal. Er beschreibt den Polen als schnell, beweglich, mit dem Auge für den Nebenmann und als guten Abwehrspieler - eigentlich ein "ruhiger Typ, der aber auf dem Feld sagt, wo es langgeht".
Die Verhandlungen zwischen der HSG Bützfleth/Drochtersen und dem SV Beckdorf sollen sehr "vernünftig, freundschaftlich und fair" abgelaufen sein. Das bestätigen Uwe Inderthal und der Vorsitzende Sven Wolter. Wolter sagt zwar, die HSG habe einen super Spieler verloren. Aber die Karriere des Spielers stünde schließlich im Vordergrund. "In einer Notlage hat der SV Beckdorf ein Superangebot unterbreitet. Das musste Marcin annehmen", sagt Wolter. Der Pole habe bei der HSG schnell die Zügel in die Hand genommen, seine Erfahrung eingebracht und die jungen Spieler geführt. "Es wäre fatal, wenn wir auf unsere Vereinbarung mit ihm pochen würden", sagt Sven Wolter.
Nach derzeitigem Stand hat der SV Beckdorf eine Woche länger Zeit, Marcin Waryas in die Mannschaft zu integrieren. Weil der SC Magdeburg II am 14. Januar einen Jugendnationalspieler für ein Länderspiel abstellen muss, muss das Punktspiel des SV Beckdorf gegen den SCM an diesem Tag verschoben werden. Das schreiben die Statuten des Deutschen Handballbundes bei Jugendnationalspielern vor. Die Begegnung soll wahrscheinlich Mitte Februar nachgeholt werden. Somit startet der SV Beckdorf erst am 21. Januar beim Oranienburger HC in die Rückrunde. "Das passt nicht schlecht. Wir können eine Woche länger mit Marcin trainieren und ein bis zwei Testspiele bestreiten", sagt Inderthal. Er mache sich allerdings keine Sorgen. Waryas sei ein intelligenter Bursche, der die Beckdorfer Systeme schnell verinnerlichen werde.
Waryas, der sagt, der neue Verein sei eine große Herausforderung für ihn, ist für den SV Beckdorf ein Gewinn. Sollte der Europäische Handballverband die Sperre gegen Maris Versakovs doch noch aufheben, wäre Beckdorf im Rückraum für die Rückrunde sehr gut aufgestellt und könnte noch für die ein oder andere Überraschung sorgen.