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Der stille Beobachter lernt in Magdeburg fürs Leben E-Mail
Geschrieben von: tageblatt.de   
Freitag, den 23. Dezember 2011 um 13:28 Uhr

Schaute dem Trainer des SC Magdeburg, Frank Carstens, zehn Tage lang über die Schulter: Der Beckdorfer Lars Dammann (links).Foto Berlin
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Schaute dem Trainer des SC Magdeburg, Frank Carstens, zehn Tage lang über die Schulter: Der Beckdorfer Lars Dammann (links).Foto Berlin
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Beckdorfer Trainer Lars Dammann hospitiert beim Handball-Bundesligisten zehn Tage lang - Carstens: "Er hat alles aufgesogen"

Der Co-Trainer des Handball-Drittligisten SV Beckdorf und Landesliga-Coach des SV Beckdorf II, Lars Dammann, hat am Mittwoch eine zehntägige Hospitanz beim Bundesligisten SC Magdeburg beendet. Während dieser Zeit beobachtete Dammann die Arbeitsweise des Magdeburger Trainers Frank Carstens.
Die Hospitanz erfuhr beim Bundesligaspiel des HSV Handball gegen den SCM am Mittwochabend ihren Höhepunkt. Dammann durfte in der Halbzeitpause und nach dem Spiel mit in die Kabine. Vor der Begegnung gegen den HSV und vor dem Spiel gegen den TBV Lemgo vor einigen Tagen hospitierte Dammann bei der Vorbereitung. Der Beckdorfer und Frank Carstens hatten sich vor einigen Jahren bei einem Trainerlehrgang kennengelernt. Gemeinsam auf der Schulbank haben sie die B-Lizenz erworben.
"Ich habe viel gelernt", sagt Lars Dammann, der sich für die Zeit in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt extra Urlaub genommen hatte. Der SCM sei ein super Team, die Spieler nahmen Dammann gut auf. Fundierte Gespräche über den Handball führte Dammann mit dem Magdeburger Trainer. "Lars war sehr aufmerksam. Er hat alles aufgesogen", sagt Frank Carstens. Der Beckdorfer war dabei immer darauf bedacht, im Hintergrund zu bleiben, um das fragile Konstrukt der Mannschaft und die eingefahrenen Abläufe der alltäglichen Arbeit nicht durcheinander zu wirbeln.
"Heute fahre ich mit vielen Eindrücken zurück nach Hause", sagt Dammann. Er gilt als ambitionierter Trainer, der die Cheftrainer-Rolle beim Landesligisten SV Beckdorf II und den Posten als Co-Trainer der ersten Mannschaft als Sprungbrett versteht. Dammann lebt für den Handball. Als Spieler hatte er früh erkannt, dass er den großen Durchbruch nicht schaffen wird. Als Trainer betreut er neben den Beckdorfern die jungen Talente im Stützpunkt in Hollenstedt.
"Was Lars gelernt hat, lässt sich auch in unterklassigen Mannschaften umsetzen", sagt Frank Carstens. Dammann hatte den Profis bei der Videoanalyse über die Schulter geschaut. So detailliert wie er die Analyse in Magdeburg kennengelernt habe, kenne er sie aus Beckdorf nicht. Als stiller Beobachter war Dammann begeistert, wie Carstens seine jederzeit hoch konzentrierte Mannschaft und jeden einzelnen Spieler mental und taktisch auf den jeweiligen Gegner einstellte. "Mal schauen, was ich davon in meinen Alltag in Beckdorf übertragen kann", sagt Dammann.
Dammann hat sich vorgenommen, den Trainerstäben der Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und HSV Handball über die Schulter zu schauen. Erste Kontakte hat er Mittwoch geknüpft.