|
SV Beckdorf - 3.Liga Nord - Handball
|
Maris Versakovs darf wieder Handball spielen |
|
|
Geschrieben von: tageblatt.de
|
|
Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 17:47 Uhr |
Dritte Liga: Der europäische Verband hat die Sperre ausgesetzt
Die Europäische Handball Federation (EHF) hat die sechsmonatige Sperre gegen den Beckdorfer Handballer Maris Versakovs ausgesetzt. Das heißt, dass der Lette ab sofort wieder für den Drittliga-Klub auflaufen darf, bis die EHF über den Einspruch der Beckdorfer entschieden hat. Die Nachricht kam überraschend. Versakovs hatte von seinem Arbeitgeber Matthias Janitschke, der gleichzeitig als Sponsor des SV Beckdorf auftritt, erfahren, dass einem Einsatz am kommenden Sonnabend gegen die Reinickendorfer Füchse II offenbar nichts im Wege steht. Versakovs zeigte sich erleichtert, schrie seine Freude heraus und tanzte im Betrieb. Der Lette war im Dezember von der EHF für ein halbes Jahr gesperrt worden, weil er, so die EHF, einen Länderspieleinsatz für Lettland absagte, für seinen Heimatverein SV Beckdorf aber spielte. Der SV Beckdorf hatte eine Woche nach dem Ausspruch der Sperre Einspruch bei der EHF eingelegt. Auf ein endgültiges Urteil wartet der Verein noch heute. Allerdings hatte der SV Beckdorf zwischenzeitlich beim Deutschen Handballbund (DHB) und bei dessen Justiziar Andreas Thiel, dem ehemaligen Weltklasse-Torwart, sowie beim Bundessportgericht Hilfe gesucht. Der Vizepräsident Recht des DHB, Heinz Winden, hat daraufhin beim europäischen Verband interveniert. Thiel unterstützte Beckdorf als Anwalt. Der Druck des DHB half offenbar. Aus einem dem TAGEBLATT vorliegenden Schreiben der EHF geht hervor, dass die Sperre gegen Versakovs solange ausgesetzt ist, bis die EHF ein endgültiges Urteil gefällt hat. Einen Paragrafen, der das regelt, gibt es in den Regularien des Verbandes. Warum die EHF die Sperre gegen Versakovs erst in dieser Woche ausgesetzt hat, bleibt unklar. Mittlerweile musste der SV Beckdorf in der Dritten Liga Nord dreimal ohne seinen Rückraumspieler auskommen und verlor die Spiele gegen Großburgwedel, Insel Usedom und Oranienburg. Nach Aussagen der Beckdorfer Unterstützer vom DHB sei sogar zu erwarten, dass all diese Spiele wiederholt werden. Der SV Beckdorf befindet sich im Abstiegskampf. Versakovs mit seiner Erfahrung ist da ein eminent wichtiger Spieler. "Ich bin überzeugt, dass die EHF einen Fehler gemacht hat", sagt der Rechtsexperte Heinz Winden vom DHB über die Sperre gegen Versakovs. Der Deutsche Handballbund trotze der EHF die Aussetzung der Sperre für Versakovs offensichtlich auch vor dem Hintergrund ab, dass sonst die Anzahl der nachzuholenden Punktspiele zu stark ansteigen könnte und die Nachholspiele kaum noch zu terminieren wären. Heinz Winden betonte im Gespräch mit dem TAGEBLATT, er sei zudem überzeugt, dass die EHF das Urteil und damit die Sperre aufheben wird. "Maris Versakovs darf sofort spielen", sagt Winden. Mit der Rückendeckung des DHB haben der SV Beckdorf, Maris Versakovs selbst und Versakovs' Arbeitgeber Janitschke in den vergangenen Wochen immer wieder bei der EHF angemahnt, dass die Sperre unter falschen Voraussetzungen ausgesprochen wurde. In den Statuten der EHF steht geschrieben, ein Spieler dürfe, wenn er der Nationalmannschaft absagt, nicht gleichzeitig für seine Heimatverein spielen. Nach Aussagen des Vereins habe Versakovs allerdings zwölf Tage vor dem ersten Länderspiel der Letten gegen Belgien erklärt, er wolle nicht mehr für sein Land auflaufen und sich, weil er kein Handball-Profi mehr ist, auf die berufliche Ausbildung in Deutschland konzentrieren. Das hatte der lettische Verband in einem Schreiben an die EHF sogar bestätigt. Außerdem erklärte der Arbeitgeber von Versakovs, Matthias Janitschke, er werde dem Spieler während dessen Probezeit für den Länderspieleinsatz gegen Belgien keine freien Tage geben. Weil eine endgültige Entscheidung über die eigentliche Sperre des europäischen Verbandes noch aussteht, bleibt der Trainer des SV Beckdorf, Uwe Inderthal, zurückhaltend. Er freue sich, dass Maris Versakovs wieder spielen darf und hoffe am Ende auf Gerechtigkeit. "Ich sehe gute Anzeichen, dass in Kürze etwas passiert", sagt Inderthal, der Versakovs jetzt wieder in die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft integriert. Ob das Zusammenspiel gleich wieder funktioniere, sei fraglich. Der SV Beckdorf müsse sich nach den jüngsten Misserfolgen erstmal fangen.
Drei Fragen an...Maris Versakovs, Spieler des SV Beckdorf „Den 25. Januar 2012 werde ich nie vergessen“ Wie haben Sie reagiert, als Sie von den Neuigkeiten erfahren haben? Ich habe davon nach der Arbeit erfahren. Es war unglaublich, als ich die drei Worte gehört habe „du darfst spielen“. Das ist bis jetzt der schönste Tag im Jahr. Den 25. Januar 2012 werde ich nicht vergessen. Ich möchte mich bei den Menschen bedanken, die für mich gekämpft haben. Wie haben Sie die letzten Wochen erlebt? Meine Gedanken waren immer beim Handball. Es war immer ein Hin und Her. Immer gab es Hoffnungen, Neuigkeiten, dann wieder Negatives. Das war eine schwierige Zeit. Wie haben Sie trainiert? Waren Sie überhaupt bei der Mannschaft? Ich habe nie aufgegeben und positiv gedacht und in den vergangenen Wochen voll mittrainiert. Das ist wahrscheinlich immer noch der Profi-Instinkt.
Anmerkung des Webmasters: Ja, Maris - der 25.01.2012 :) - 5 mal 5 halt - war doch klar bei jemanden, der die 5 als Glückszahl hat. :D
|
|
|
Der SV Beckdorf verschenkt das Spiel in drei Minuten |
|
|
Geschrieben von: tageblatt.de
|
|
Montag, den 23. Januar 2012 um 17:46 Uhr |
Dritte Liga Nord: Mannschaft von Uwe Inderthal verliert den Rückrunden-Auftakt mit 24:34 beim Oranienburger HCDie Handballer des SV Beckdorf sind mit einer 24:34-Niederlage beim Oranienburger HC in die Rückrunde der Dritten Liga Nord gestartet und damit auf den drittletzten, den 14. Tabellenplatz, abgerutscht. Die Leistung der Beckdorfer in der ersten Halbzeit war bis zum 9:15-Rückstand indiskutabel. Vor allem im Angriff machten die Gäste viel zu wenig Druck auf das Oranienburger Tor. Die Außenspieler Patrick Ranzenberger und Henning Scholz liefen nebenher, über den Kreis und Markus Bowe ging bei Beckdorf gar nichts. Rückraumspieler Stefan Völkers hat eine rabenschwarzen Tag erwischt. Die Spieler von Trainer Uwe Inderthal suchten zu früh den Torabschluss und trafen im Kombinationsspiel meistens die falschen Entscheidungen. Kurz nach der Pause hatte der SV Beckdorf seine stärkste Phase und verkürzte auf 15:19. Dann kam der Knackpunkt im Spiel. Als Henning Scholz einen Abpraller fing und aufs Tor werfen wollte, stand vor ihm ein Oranienburger Spieler im Sechsmeterraum. Der Wurf ging vorbei. Die Schiedsrichter ahndeten die Aktion des Oranienburgers nicht, der Siebenmeterpfiff blieb aus. Im Gegenzug trafen die Hausherren und bauten in drei Minuten ihren Vorsprung mit sehenswerten Tempogegenstößen auf 23:15 aus. Damit war das Spiel entschieden. Trotz des Spielverlaufs war Trainer Uwe Inderthal nicht komplett unzufrieden. "Wir haben gute Ansätze gezeigt", sagt er. Torwart Stefan Stielerts Leistungskurve zeigt im Vergleich zur Hinrunde klar nach oben. Stielert hielt eine Dreiviertelstunde überragend. Auch Markus Bowe am Kreis taute nach dem Seitenwechsel auf, erzielte vier Tore bei fünf Versuchen und holte einen Siebenmeter heraus. Eine Viertelstunde zeigte Benjamin Murray im Rückraum eine gute Partie. Mit Zug zum Tor markierte er in dieser Phase drei Feldtore. Beckdorfs Neuzugang Marcin Waryas glänzte mit fünf Toren und "schicken Anspielen an den Kreis", sagt Uwe Inderthal. Der Pole müsse sich nach seinem Wechsel von der HSG Bützfleth/Drochtersen aus der Oberliga in die Dritte Liga nach Beckdorf allerdings erst an das höhere Tempo gewöhnen. Waryas war nach 40 Minuten platt. Die Fähigkeiten des Beckdorfer Neuzugangs sind derzeit vor allem deshalb gefragt, weil der Europäische Handballverband bislang noch nicht über den Einspruch im Verfahren um Maris Versakovs entschieden hat. Der Verband hatte den Letten im Dezember für sechs Monate gesperrt. Beckdorf hatte Einspruch eingelegt.
Die Statistik SV Beckdorf: Scholz 2, Bowe 4, Völkers 3, Klindworth 3, Murray 5/2, Rudolphi 2, Waryas 5. Siebenmeter: OHC 4/3 - SVB 2/2 Zeitstrafen: OHC 2 - SVB 2
|
|
Der Start in die Rückrunde |
|
|
Geschrieben von: tageblatt.de
|
|
Freitag, den 13. Januar 2012 um 09:56 Uhr |
Die Handball-Mannschaften aus Fredenbeck und Beckdorf haben ihre Fans nicht gerade verwöhntDie Handballer des VfL Fredenbeck können sich in der Dritten Liga Nord am Sonnabend gegen Oranienburg erstmals wieder beweisen. Der SV Beckdorf hat noch eine Woche Schonfrist, weil das Spiel gegen den SC Magdeburg II verlegt wurde. Beide Teams haben etwas gutzumachen. Fredenbecks Trainer Tomasz Malmon wünscht sich für die TAGEBLATT-Montagsausgabe die Schlagzeile "Der VfL spielt souverän - Zuschauer haben Spaß". Denn gerade die Souveränität hat der VfL in der durchwachsenen Hinrunde vermissen lassen. "Wir sind es den Zuschauern schuldig, unsere beste Leistung zu zeigen", sagt Malmon. Die Mannschaft stand in der Hinrunde der Saison nie besser da als auf dem achten Rang und pendelte sich am Ende im Niemandsland ein. Zu wenig für den VfL. In Anbetracht der Tatsache, dass der Verein im Vorfeld der Saison acht neue Spieler verpflichtet hatte und vom Verletzungspech keineswegs verschont blieb, aber durchaus erklärbar. Malmon sagt, er müsse die Spieler für die kommenden Begegnungen keineswegs extra motivieren. Bei zwei Siegen sei der VfL oben wieder mit dabei, bei zwei Niederlagen stecke die Mannschaft im Tabellenkeller. Malmons Trainer-Kollege in Beckdorf, Uwe Inderthal, hat noch eine Woche länger Zeit zum trainieren. Seine Wunsch-Schlagzeile im TAGEBLATT lautet "Versakovs spielt wieder - der SV Beckdorf startet durch". Die halbjährige Sperre, die der europäische Verband gegen den Letten Maris Versakovs ausgesprochen hat, bleibt nach dem Jahreswechsel beherrschendes Thema. Die kritische Tabellensituation sei den Spielern bewusst, sagt Inderthal. Mit dem Training der vergangenen Wochen sei er absolut zufrieden. Neuzugang Marcin Waryas von der HSG Bützfleth/Drochtersen hat eingeschlagen. "Die Jungs sind heiß nach der Punktspielpause", sagt der Trainer.
Die Hinrunde in Worten: Tomasz Malmon „Den Saisonauftakt habe ich mir anders vorgestellt.“ (1. Spieltag) „Wir haben mit diesem verdienten Heimsieg viel Selbstvertrauen getankt und können positiv nach vorne schauen.“ (2. Spieltag) „Wir sind alles andere als optimal vorbereitet.“ (vor dem 5. Spieltag) „Meine Mannschaft war nicht auf Betriebstemperatur.“ (7. Spieltag, nach der Derby-Niederlage gegen Beckdorf) „Ich versuche, meinen Job zu machen so gut es geht.“ (9. Spieltag, nach der vierten Heimpleite) „Wir haben noch nicht alles umgesetzt, was ich wollte. Da gibt es Luft nach oben, aber mit der personellen Situation ist das so nicht machbar.“ (11. Spieltag)
Die Hinrunde in Worten: Uwe Inderthal „Wir können uns unseren Saisonstart mit einem Sieg gegen Oranienburg vergolden.“ (vor dem 2. Spieltag) „Es wird wohl doch wie immer. Weihnachten stehen wir dort, wo wir nicht stehen wollen.“ (2. Spieltag) „Das war ein historischer Sieg.“ (7. Spieltag, nach dem Derby-Sieg in Fredenbeck) „Gedanklich waren uns die Gäste immer einen Schritt voraus.“ (9. Spieltag) Die zweite Halbzeit war ein Offenbarungseid und das schlechteste, was Beckdorf je gespielt hat.“ (10. Spieltag) „Ohne Qualität im Rückraum sind wir chancenlos.“ (15. Spieltag) „Wir haben sowieso schon einen schmalen Kader und mit Maris jetzt die nächste Baustelle“ (15. Dezember 2011) |
|
|
Waryas ist der neue Leitwolf in Beckdorf |
|
|
Geschrieben von: tageblatt.de
|
|
Freitag, den 20. Januar 2012 um 20:36 Uhr |
 |  | | Für Fredenbeck spielte er einst in blau, dann für die HSG Bü/Dro in schwarz. Am Sonnabend läuft Marcin Waryas erstmals im Beckdorfer Rot gegen den Oranienburger HC auf.Jürgens (Archiv) |  |  |  | | Detjen bleibt noch eine Saison. |  |
Dritte Liga Nord: Auswärtsspiel in OranienburgDie Handballer des SV Beckdorf bestreiten das erste Spiel der Rückrunde in der Dritten Liga Nord am Sonnabend um 18.30 Uhr beim Oranienburger HC. Das erste Mal in einem Pflichtspiel wird sich dabei der Pole Marcin Waryas das rote Trikot der Beckdorfer überstreifen. Waryas kam in der Winterpause vom Oberligisten HSG Bützfleth/Drochtersen. Bis zum Sommer spielte der Spielmacher noch für die Liga-Konkurrenz aus Fredenbeck. "Ich freue mich auf das erste Spiel", sagt Marcin Waryas. Es werde hart ohne den vom Europäischen Handballverband gesperrten Maris Versakovs. Aber die zwei Punkte seien mit Blick auf die Tabelle, in der sich der SV Beckdorf auf dem 13. Platz befindet, sehr wichtig. "Wenn alles optimal läuft, gewinnen wir", sagt Waryas. Von seinem neuen Trainer Uwe Inderthal schon nach wenigen Tagen des gemeinsamen Trainings gelobt und als Leitwolf bezeichnet, relativiert Waryas selbst die Vorschusslorbeeren. "Ich mache einfach nur meine Arbeit", sagt er. Er schaffe Raum für seine Nebenleute Benjamin Murray und Stefan Völkers. Beckdorf habe auch keine anderen taktischen Abläufe als seine früheren Vereine. Alles sei wie immer. Inderthal hört das wahrscheinlich gern. Und der SV Beckdorf hat ohnehin keine Zeit dafür, dass sich ein Neuling im Kreise der Mannschaft erst warmläuft und lange zu integrieren versucht. Der Verein musste schnell reagieren auf das Urteil Versakovs durch den europäischen Verband. So kam der erfahrene und deshalb fertige Handballer Waryas gerade recht. "Er kann das Spiel lesen, macht es schnell oder macht es langsam", sagt Inderthal. Er reiße die Lücken, die seine Nebenleute dringend brauchen mit einfachen aber pfeilschnellen Bewegungen. "Marcin muss funktionieren", sagt der Trainer. Das Hinspiel gegen den Oranienburger HC vor eigenem Publikum hat Inderthal noch gut im Gedächtnis. Der OHC hatte damals glücklich mit 32:31 gewonnen. "Jeder Schuss von denen war ein Treffer", sagt der Trainer. Der SV Beckdorf habe etwas gutzumachen. In der Tat überzeugten die Oranienburger im zweiten Saisonspiel mit einer Traumquote bei den Torwürfen. Inderthal schrieb sich 65 Prozent in die Statistik. Wenn dann noch die Abwehr halbwegs funktioniere, gewinne eine Mannschaft jedes Handballspiel. Die Pleite gegen Oranienburg war die erste von vieren in den ersten fünf Saisonspielen und ließ den SV Beckdorf auf den vorletzten Tabellenplatz der Dritten Liga Nord purzeln. Bis auf den gesperrten Maris Versakovs und Torwart Thorsten Detjen ist der Beckdorfer Kader komplett. Detjen hat vor einigen Tagen zugesagt, auch die kommende Saison im Beckdorfer Trikot zu bestreiten. So wolle er seine Karriere nicht beenden - mit einer schwachen Leistung in der Hinrunde und nach mehreren Wochen Handballpause wegen einer schweren Verletzung. |
|
Es dauert zu lange |
|
|
Geschrieben von: tageblatt.de
|
|
Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 09:52 Uhr |
Berliner SchnauzeDer Europäische Handballverband (EHF) lässt den Drittligisten SV Beckdorf am langen Arm verhungern. Fünf Wochen nach dem Einspruch des Vereins gegen die sechsmonatige Sperre für den Spieler Maris Versakovs haben es die Herren in Wien nicht geschafft, den Fall zu behandeln. Anfang Dezember des vergangenen Jahres hatte der Verband Versakovs für ein halbes Jahr gesperrt, weil er zwei Länderspielen der lettischen Nationalmannschaft fern blieb, für seinen Heimatverein allerdings ein Punktspiel bestritten hatte. Versakovs beteuert, sein Fehlen mit dem Nationaltrainer abgesprochen zu haben. Die Letten wollten von diesen Absprachen offenbar nichts mehr wissen und veranlassten den Europäischen Verband, die Sperre auszusprechen. Zunächst hieß es, die EHF entscheide über den Einspruch des SV Beckdorf innerhalb weniger Tage. Jetzt sagte eine Sprecher des Verbandes auf TAGEBLATT-Nachfrage, die Entscheidung, ob die Sperre bestehen bleibt, fiele bis Ende Januar. Der Sprecher wies aber auch daraufhin, dass sich der Verband durchaus insgesamt ein halbes Jahr Zeit nehmen könnte. Letztere Aussage klingt in Anbetracht dessen, dass die Sperre sowieso ein halbes Jahr dauert, wie der blanke Hohn. Offenbar durchdenkt die EHF ihre Entscheidung gründlich. Wenn die Rechtsgelehrten auf ihre Paragraphen pochen, nicht beachten, dass Versakovs kein Handballprofi mehr ist, von seinem Arbeitgeber für die Länderspiele kein Frei bekommen hätte und die Absprachen zwischen dem Spieler und dem lettischen Trainer geflissentlich ignorieren, werden sie die Sperre aufrechterhalten. Wenn sie dem Beckdorfer Einspruch stattgeben, könnte in Zukunft viel Arbeit auf sie zukommen, weil unterklassige Vereine mit Spielern in zweitklassigen Nationalmannschaften ihre Leute dann nicht mehr um jeden Preis freistellen müssten, wenn ihr Land sie ruft. Trotz allen Kalküls: Der SV Beckdorf verdient eine Entscheidung. |
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>
|
|
Seite 1 von 39 |
|